Termine

„… ein Gerücht über die Juden.“  Eine Vortragsreihe über den Antisemitismus 
 
(Kooperation mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge und dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal)
 

 Mittwoch, 16. September 2020

 
19.30 Uhr
 
Begegnungsstätte Alte Synagoge - Wuppertal-Elberfeld, Genügsamkeitstrasse 

„Auge um Auge – Zahn um Zahn“  Ein missverstandener Bibelvers

Lesung mit dem Schauspieler Gregor Henze

Wohl kaum ein Satz der Bibel wird so häufig in eine antijüdische Stoßrichtung gedreht wie der Satz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. In den Medien wird er immer noch als Parole von Rache und Vergeltung im politischen Streit und in militärischen Auseinandersetzungen nach wie vor gern benutzt,  vorzugswiese, wenn es um den Nah-Ost-Konflikt geht. Wie alt und dauerhaft die christliche Vorstellung des alttestamentliche Rachegottes rächenden Gottes des Alten Testaments mittlerweile ist (dem ein liebender des Neuen gegenübergestellt wird),
bezeugt die kluge Aufklärungsschrift des Elberfelder Rabbiners Dr. Joseph Norden.
 Norden war von 1907 bis 1935 Rabbiner an der Elberfelder Synagoge. Mit seiner Aufklärungsschrift „Auge um Auge, Zahn um Zahn. Eine vielumstrittene Bibelstelle“, 1926 veröffentlicht, wollte Norden vor allem ein christliches Lesepublikum ansprechen – heute würde man sagen: als „Antisemitismusprävention“, und die ist immer noch nötig!

Gregor Henze wurde in Bünde, Westfalen, geboren. Nach dem Abschluss seines Schauspielstudiums an der
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover begann er 2005 sein erstes Engagement am Theater Erlangen.
Seit 2012 arbeitet Gregor Henze als freier Schauspieler.
 Er ist regelmäßig in Sprech- und Gesangsrollen in Musiktheaterproduktionen der Wuppertaler Bühnen zu sehen
.
 

Freitag, 18. September 2020 
 
15.00 Uhr
 
Begegnungsstätte Alte Synagoge - Wuppertal-Elberfeld, Genügsamkeitstrasse 

Ein Stadtspaziergang im jüdischen Elberfeld

Vor 75 Jahren: Der erste Gottesdienst der jüdischen Gemeinde nach Kriegsende
 

 
Während die jüdische Gemeinde an diesem Freitag ihr Neujahrsfest „Rosch Ha Schana“ begeht und das neue jüdische Jahr 5781 begrüßt, erinnert der Spaziergang an den ersten Gottesdienst, den die kleine Gruppe der überlebenden Juden im September 1945 feiern konnte. Seit dem frühen 19. Jahrhundert waren Juden
vom Land in die boomende Textil- und Industriestadt Elberfeld gezogen, gründeten kleinere und größere Geschäfte, ließen sich als Ärzte und Rechtsanwälte nieder und bauten eine lebendige jüdische Gemeinde mit vielen sozialen und kulturellen Aktivitäten auf. 1913 stellte der Unternehmer und Ratsherr Max Simon die finanziellen Mittel zum Erwerb des Froweinschen Hauses Königstraße 73 zur Verfügung, damit dort ein Altenheim für ärmere Gemeindemitglieder eingerichtet werden kann. Dieses dient nach dem Krieg bis zum Jahr 2002 als Synagoge.
Leitung: Dr. Ulrike Schrader

Teilnahmegebühr 5 €                         Dauer: 120 Minuten
 

Mittwoch, 30. September 2020
 
19.30 Uhr 
 
Begegnungsstätte Alte Synagoge - Wuppertal-Elberfeld, Genügsamkeitstrasse 

Die Juden sind verschlagen und hinterlistig.
 
Damals war es Friedrich oder: Antisemitismus im Deutschunterricht

Vortrag von Dr. Ulrike Schrader
 

 Es ist nicht nachzuvollziehen und muss heute als Skandal bewertet werden, dass das 1961 erschienene Jugendbuch „Damals war es Friedrich“ von Hans Peter Richter immer noch, seit bald 60 Jahren, im Deutschunterricht gelesen wird. Dabei wurde das Buch schon in den 1980er Jahren scharf kritisiert: Es steckt voller Klischees und antisemitischer Denkmuster und beruht auf einer strukturellen Entlastungsstrategie.

Eintritt: 3,00 €
 


 
Bei all diesen Terminen gibt es eine begrenzte Teilnehmerzahl!
 
Anmeldung mit Angabe von Namen und Telefonnummer ist unbedingt erforderlich!

Telefon: 0202 - 563 2843                       Mail: info@alte-synagoge-wuppertal.de